Nach der Plattform ist vor der Plattform

Es war ein Abend der besonderen Art, der mit einem kräftigen Gewitter und Platzregen als Paukenschlag startete. Aber das hielt die ca. 100 Gäste nicht davon ab, pünktlich zu erscheinen und an einem der beiden Vorträge teilzunehmen, um sich im Anschluss in gewohnter Tradition zu den Themen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Der Erlös des Abends, der über Eintrittsgelder erzielt wurde, geht in diesem Jahr an den Jenaer Kunstverein. Wir danken allen Gästen für den gemeinsamen stimmungsvollen und am Ende sommerlichen Abend und möchten an dieser Stelle einen kleinen Rückblick geben.

Das waren unsere zwei spannenden Vorträge

 

Vortrag 1: „100 Jahre Bauhaus – Warum man am Bauhaus in Weimar weder Architektur noch Design studieren konnte.”

Dr. Barbara Happe & Prof. Dr. Dr. h.c. Martin S. Fischer | FSU Jena

Wie sehr die Idee vom Bauhaus bis in die heutige Zeit aktuell und weltweit prägend ist, zeigte der sehr interessante und lebensnahe Vortrag von Dr. Barbara Happe und Prof. Dr. Dr. h.c. Martin S. Fischer. Beide sind nicht nur einfach bauhausbegeistert. Sie lieben die Idee des Bauhauses und haben im Vortrag erst einmal klar gestellt, dass Bauhaus kein Architekturstil ist – sondern viel mehr. Sie wissen, wovon sie reden. Denn sie wohnen selbst seit fast 30 Jahren in der Jenaer Villa „Auerbach“, einem der ersten Bauhausprojekte überhaupt. Sie sanierten die Villa originalgetreu, versuchten, den Charakter des Hauses zu verstehen und die Ideen seiner Vorbesitzer, der jüdischen Familie Auerbach, zu bewahren. Der Vortrag brachte vor allem die kleinen Details ans Licht, mit denen das Bauhaus für alle im Raum spür- und fühlbar wurde, mit denen sich die Idee Bauhaus auch weiterhin tragen wird. Viele Fragen wurden am Ende des Vortrags gestellt – und einige lassen sich am besten bei einem Besuch in der Villa beantworten, denn Barbara Happe und Martin Fischer öffnen ihre Villa regelmäßig für andere Bauhausfans.

 

Vortrag 2: „Vom Babyboomer zur Generation Z – Warum sind wir, wie wir sind?!”

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt | Private University of Applied Sciences, Göttingen

Früher war alles besser? Das konnte Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt in ihrem sehr humorvollen Vortrag mitten aus dem Leben der unterschiedlichen Generationen nicht bestätigen! Eigentlich ging es um Auszubildende und ihre Wertvorstellungen, die so wichtig für den heutigen Arbeitsmarkt sind. Wie weckt man das Interesse der so genannten Genration Z, die eine Bewerbung am liebsten auf dem Handy verschicken würde und Work & Life strikt trennt? Die Reise im Vortrag startete bei den Babyboomern der Jahrgänge 1946-1965 und ihren Wertevorstellungen, die auf den ersten Blick so gar nicht kompatibel sind mit denen der jungen Menschen. Wo es dann aber doch Schnittstellen gibt, welche kleinen Lösungen Großes bewirken können, wie oft die so genannten „Silberrücken“ selbst angetan von YouTube, Instagram & Co. sind – all das hat Prof. Mörstedt in einzigartiger Weise aufgezeigt. Der Vortrag war wie ein Rausch durch die Zeit mit vielen Aha-Effekten, vielen Lachern, vielen persönlichen Geschichten und am Ende – neben nicht enden wollendem Applaus – auch mit gegenseitigem Verstehen der unterschiedlichen Generationen.

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